Studentischer Protest verhindert Auftritt von Rüstungsunternehmen an Leibniz Universität!

Der Automobilzuliefer- und Rüstungskonzern „Rheinmetall“ gilt als größter deutscher Waffenproduzent und exportiert seine Rüstungsgüter in die ganze Welt. Bei der „Firmenkontaktmesse Kiss Me“ im Hauptgebäude der Leibniz-Universität wollte das Unternehmen am Mittwoch mit einem Stand und einem Vortrag zum Thema „Faszination Technik – Einstieg und Karrieremöglichkeiten“ Werbung machen.

Sowohl der Stand als auch der Vortrag wurden jedoch abgesagt. Auf Nachfrage gab Rheinmetall an, das Präsidium der Leibniz-Universität habe sie darauf hingewiesen, dass mit massiven studentischen Protesten gegen den Auftritt des Rüstungsunternehmens an der Uni zu rechnen sei. Daraufhin habe das Unternehmen entschieden, die Teilnahme kurzfristig abzusagen.

Hintergrund: Schon seit längerem fordern Studierende der Leibniz-Universität die Einführung einer Zivilklausel. Nun endlich soll das Thema auch im Senat der Universität verhandelt werden. Doch bereits im Vorfeld der Senatssitzung am 14. November 2012 ließen Mitglieder des Uni-Präsidiums, wie Vize-Präsident Günter Scholz, über die Presse verlauten, Kontakte zu Militär und Rüstungsunternehmen seien „Standard“ und würden bis in den Zweiten Weltkrieg zurück reichen. AStA-Pressesprecherin Julia Amthor hierzu: „Solche Aussagen zeigen, wie unreflektiert das Uni-Präsidium mit dem Thema Rüstungsforschung an der Leibniz-Universität umgeht. Es kann nicht sein, dass die Forderung der studentischen Vollversammlung nach einer zivilen Universität vom Präsidium ignoriert wird.“