PM: Ehrenkodex für Deutschlandstipendien eine Farce

Die an einen bestimmten Ehrenkodex gekoppelte Vergabe der Deutschlandstipendien an der Hochschule Hannover kritisiert der AStA der Leibniz Universität aufs Schärfste. Ein Ehrenkodex welcher die verbotene Kontaktaufnahme der Unternehmen umgeht, indem
er den Stipendiant_innen vorschreibt, sich bei den Unternehmen zu melden ist eine Farce
und stellt einmal mehr klar, wie sehr die Unternehmen Einfluss ausüben können. Weiterhin sollen die Stipendiant_innen Interesse für angebotene Praktika und von Unternehmensseite vorgeschlagene Themen der Abschlussarbeit zeigen. Diese zutage tretende Probleme sind keine neue Entwicklung und werden so schon lange praktiziert.

„Studierende werden nach ihrer Nützlichkeit bezüglich einer kapitalistischen
Verwertungslogik sortiert und eventuell gefördert. Eine solche Eliten- und Seilschaftenbildung durch Deutschlandstipendien muss beendet werden“, führt Tobias Burkhardt, Referent für Presse und Redaktion, aus.

Ein allgemeines Problem stellt zudem die Notwendigkeit dar, dass Universitäten Drittmittel für diese Stipendien anwerben müssen und sich somit weiteren Zwängen der Marktlogik zu unterwerfen haben.

„Wenn eine Universität nicht als förderungswürdig eingeschätzt wird, oder keine
Dritmittelaquise betreibt, so sind die Studierenden dieser Universitäten der Konzeption nach vom Deutschlandstipendium ausgeschlossen. Studierende sollten jedoch nicht aufgrund der Wahl ihres Hochschulstandortes von finanzieller Unterstützung ausgeschlossen werden“, so Tobias Burkhardt weiter.

Tobias Burkhardt abschließend: „Das Deutschlandstipendium ist umgehend einzustellen.
Stattdessen ist das BAföG derart umzugestalten, dass es eltern-, herkunfts- und
altersunabhängig ausgezahlt wird, einen automatischen Inflationsausgleich beinhaltet und
auch auch nach Ende der sogenannten Regelstudienzeit fortgezahlt wird. Außerdem ist das BAföG als Vollzuschuss für alle statt als Darlehen zu gewähren.“

Kontakt: Für Rückfragen steht Ihnen Tobias Burkhardt unter der Telefonnummer 0511/762 5063 oder per eMail presse@asta-hannover.de gerne zur Verfügung.