Philosophische Fakultät und Institut für Politische Wissenschaft müssen sich von geschichtsrevisionistischen Aussagen distanzieren

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) begrüßt, dass der Präsident der Uni Hannover in einer Stellungnahme vom 18. November 2013 Vergleiche einer studentischen Aktion in Bezug auf eine NPD-Funktionärin mit Verbrechen im Zusammenhang mit der Reichspogromnacht 1938 als falsch bezeichnet hat. [1] Der AStA hatte am 14. November 2013 diese Vergleiche des Dozenten Prof. Geiling in
der Ringvorlesung am Institut für Politische Wissenschaft öffentlich gemacht. [2]

Ein_e Referent_in des AStA dazu: „Es ist ein Skandal, dass sich die Philosophische Fakultät und das Institut für Politische Wissenschaft bisher noch nicht zu den Aussagen von Prof. Geiling geäußert haben. Wir fordern von beiden Institution eine eindeutige Distanzierung.“

Prof. Geiling hatte sich am 13. November 2013 in der Ringvorlesung im Namen des Instituts für Politische Wissenschaft geäußert. Dabei hatte er eine studentische Aktion zu einer NPD-Funktionärin, bei der Pappschilder hochgehalten und eine Rede verlesen wurden, u.a. mit den Vorfällen der Reichspogromnacht 1938 in Verbindung gebracht.

Ein_e ander_e Referent_in des AStA führt aus: „Die geschichtsrevisionistischen Äußerungen von Prof. Geiling vor Studierenden, die teilweise erst wenige Wochen an der Uni sind, waren unverantwortlich. Er hat damit die Opfer des Nationalsozialismus verhöhnt.“

Am 9. November 1938 wurden gezielt Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnhäuser angegriffen. Jüdinnen und Juden wurden ermordet, vergewaltigt, deportiert.

Der AStA begrüßt weiterhin die eindeutigen Aussagen des Präsidenten, sich entschieden gegen Rechtsradikalismus zu stellen. Lehren aus dem Nationalsozialismus zu ziehen, bedeutet die dem Faschismus immanenten Ideologien zu benennen und zu bekämpfen. Auf dem Campus und im Hörsaal. Studierende und Mitarbeiter_innen der Uni müssen über rechtsradikale Aktivitäten aufgeklärt werden!

Ein_e Referent_in des AStA erklärt abschließend: „Dem Bekenntnis, Rechtsradikalismus an der Uni gemeinsam bekämpfen zu wollen, muss jetzt schnell ein konkretes Vorgehen folgen.“