Pressemitteilung: Keine Verschlechterung der Studienbedingungen durch die Musterprüfungsordnung

Im Juli 2012 wurde vom Präsidium der Leibniz Universität Hannover (LUH) die Arbeitsgruppe (AG) Prüfung eingesetzt. Sie war damit beauftragt eine Musterprüfungsordnung zu erstellen um die derzeit über 500 verschiedenen Prüfungsordnungen der LUH zu vereinheitlichen und gewisse Standards zu etablieren. Die AG war aus Studierenden, Lehrenden und Mitgliedern der Verwaltung besetzt, um einen für alle tragbaren Kompromiss auszuarbeiten.

„Der abschließende Entwurf nach fast zwei Jahren Beratung stellt ein gutes Ergebnis dar, mit vielen Verbesserungen für die Studiensituation“, teilt Hagen Monecke, Mitglied der AG Prüfung mit.

Allerdings haben sich mittlerweile Dekane und Studiendekane gegen einige Punkte gewandt. „Ein besonders gravierender Punkt ist, dass die Studiendekane keinen Rücktritt durch Nichterscheinen bei Prüfungen wollen“, sagt Frederik Pietschmann, Referent für Studium des AStA. „Das ist derzeit noch eine Selbstverständlichkeit für die meisten Studierenden der LUH und stellt damit eine massive Verschlechterung ihrer Studienbedingungen dar.“

Frederik Pietschmann erklärt weiter: „Das Problem mit den Rücktrittsfristen ist, dass oft bis zu fünf Prüfungen in vier Wochen stattfinden und auch eine Woche vor der Prüfung nicht klar ist, ob man die Zeit findet, für alle Prüfungen ausreichend zu lernen. Wenn die Studiendekane jetzt eine Mindestrücktrittsfrist von einer Woche fordern, heißt das für viele, dass sie gezwungen sind, ohne ausreichend zu lernen in die Klausuren zu gehen. Das Ergebnis wird ein massiver Anstieg der Durchfallquote sein und zu vermehrten Studienabbrüchen führen.“

Am 18. Juni soll die Musterprüfungsordnung beschlossen werden. Um noch einmal Druck auf den Senat auszuüben gibt es eine Online-Petition gegen den Vorschlag der Studiendekane. „Wir fordern alle Studierenden der LUH dazu auf sich an der Petition zu beteiligen um ihrem Unmut über eine mögliche Verschlechterung der Studienbedingungen Ausdruck zu verleihen.“, sagt Anna Rößler, Presse- und Öffentlichkeitsreferentin.