Pressemitteilung: AStA ruft zum gemeinsamen Grillen gegen die Mensaschließung auf

Der AStA der Universität Hannover ruft für morgen, den 16.07.2014 ab 11.00 Uhr zum gemeinsamen Grillen vor der Hauptmensa am Schneiderberg auf.

Hintergrund ist die Debatte um eine eventuelle Schließung der Mensa. Nachdem sich der Landesrechnungshof in seinem Jahresbericht vom 11.06.2014 für eine Schließung der Mensa ausgesprochen hatte, sollte nicht zeitnah mit den Umbaumaßnahmen begonnen werden, reagierte auch das Studentenwerk Hannover, welches die Mensa betreibt. Geschäftsführer Eberhard Hoffmann lies in einem Artikel der HAZ verlauten, dass für das jährliche Minus der Mensa hauptsächlich die Studierenden mit ihren Semesterbeiträgen aufkämen und sollte zeitnah nichts geschehen, sie sich nach Alternativen in der Nordstadt umschauen müssen.1 Ursprünglich war die Mensa für etwa 14.000 Essen pro Tag geplant worden, tatsächlich gehen aber seid Jahren nur ca. 2.400 Portionen über den Tisch. Ein Umbau würde ca. 24 Millionen Euro kosten, wer diese Summe bezahlen soll, darüber sind sich Universität, Studentenwerk und Land uneins.Die Mensa ist zentraler Versorgungsort für viele Studierende und Mitarbeitende der Universität. Gerade für Studierende, die acht oder mehr Stunden an der Uni verbringen müssen, ist eine kostengünstige, warme und ausgewogene Mahlzeit unabdingbar. Die Cafés und Bistros der Nordstadt können diese Versorgung nicht leisten. Zudem ist die Mensa für viele Studis und Mitarbeitende ein Ort, an dem sie sich treffen und über Studium und co austauschen können.“, erläutert Lisa Dopke, Referentin für Hochschulpolitik und Fachschaften im AStA der Uni Hannover. Das Land Niedersachsen muss endlich diesen Bedürfnissen Rechnung tragen und die Umbaukosten in voller Höhe übernehmen. Zudem ist das Problem seid langem bekannt und auch schon an das Land herangetragen worden.Wir fordern eine Beendigung der Debatten um die Schließung! Ein angemessenes Konzept für einen Umbau des Gebäudes als Mensa, Lern- und Lebensraum liegt bereits seit Jahren vor und steht auf der Bauprioritätenliste der Uni an erster Stelle. Während der Umbauphase könnte die Mensa sogar weiter in Betrieb bleiben. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und die nötigen Gelder bereit zu stellen. Es kann nicht sein, dass die Studierenden Fehlkalkulationen finanziell mit tragen müssen.“ bekräftigt Anna Rößler, Referentin für Presse und Öffentlichkeit im AStA der Universität Hannover.Mit dem Grillen wollen wir zeigen, dass wir Bedarf an Essen haben und dieser Bedarf nach einer Schließung bleiben wird. Dass wir vor der Mensa grillen bedeutet nicht, dass wir der Mensa Gewinn abspenstig machen und sie nur verstärkt rote Zahlen schreiben wird. Die Mensa macht so oder so pro Essen Verlust.“ so Lisa Dopke weiter.

1Siehe: http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Hauptmensa-der-Leibniz-Uni-ist-zu-gross-und-erwirtschaftet-hohe-Defiziteverlauten