Pressemitteilung: „Sexuelle Vielfalt begrüßen!“

Für heute haben die Freien Wähler zu einer Kundgebung vor dem niedersächsischen Landtag aufgerufen. Unter dem Motto „Gegen die Frühsexualisierung von Kindern in der Grundschule“ stellen sie sich gegen einen progressiven Schulunterricht, der Kindern vermittelt, verschiedene Lebens- und Sexualitätsentwürfe als gleichwertig anzusehen. Sie verbreiten dabei unter dem Deckmantel von Phrasen wie „für den Schutz der Familie“ oder „lasst unseren Kindern ihre Kindheit“ ihre homophobe, transphobe und reaktionäre Weltanschauung.

Im Schulunterricht werden bisher lediglich tradierte Rollenbilder dargestellt, die heteronormativen Vorstellungen entsprechen. „Wenn mensch immer zu hören bekommt, dass es nur zwei Geschlechter gibt, die untrennbar zusammengehören, am besten irgendwann heiraten und eine Familie gründen, dann ist eine Person, die sich nicht in diesem Schema wiederfindet, verängstigt und verunsichert.“ sagt Laura Helmke, Sachbearbeiterin für Frauen- und Geschlechterpolitik im AStA der Uni Hannover.

Der AStA der Universität Hannover begrüßt daher die Lehrplanreform. „Schulen müssen den gesellschaftlichen Verhältnissen Rechnung tragen. Dazu gehört es eben auch, dass sexuelle Vielfalt im Unterricht behandelt wird.“ ergänzt Lisa Dopke, Referentin für Hochschulpolitik im AStA.

„Für die Freien Wähler stehen andere Formen von Familie und Zusammenleben nicht zur Debatte.“, sagt Max Wittenberg-Voges, Sozialreferent des AStA der Uni Hannover. „Was nicht ins Weltbild passt, wird als krankhaft dargestellt und stigmatisiert. Diese Ausgrenzung werden wir nicht hinnehmen.“

Aus diesem Grund ruft der AStA der Universität Hannover zur Teilnahme an der Gegenkundgebung am 19.09.2014 (Heute) ab 11 Uhr auf.