festival contre le racisme auch 2015 wieder in Hannover

Das festival contre le racisme (fclr) findet 2015 bereits zum achten Mal in Hannover statt. Entlehnt ist die Kampagne vom französischen Dachverband der Studierenden (UNEF), der das fclr bereits seit über einem Jahrzehnt in Frankreich veranstaltet.In Deutschland ist das fclr eine dezentrale Kampagne. Findet also an mehreren Orten im gleichen Zeitraum statt. Studierendenschaften und unabhängige Initiativen vor Ort, füllen das Label „festival contre le racisme“ mit Leben, indem sie Veranstaltungen zu verschiedensten Themen organisieren, Ausstellungen zeigen, Musikfestivals veranstalten oder ähnliches. Dabei entstehen Aktionswochen, in denen sich Studierende über Themen wie Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Diskriminierung im Alltag, studentische Verbindungen, Flüchtlingspolitik oder die Situation Studierender ohne deutschen Pass informieren können. In den letzten Jahren hat sich allerdings gezeigt, dass auch über die Universität hinaus ein breites Interesse an den Inhalten besteht. So dass mit den diversen öffentlichen Veranstaltungen bis weit in die Region hinein Wirkung erzielt werden kann.

In Hannover wird das fclr vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Leibniz Universität, in Zusammenarbeit mit verschiedenen außeruniversitären, antirassistischen Gruppenund Initiativen seit 2008 jährlich veranstaltet. Das fclr ist ein nicht-kommerzieller Aktionszeitraum, der auf die politische Bildung der Allgemeinheit zielt. Christian Kautz, Referent für Studium und Kultur im AStA, dazu:

„Das fclr soll über bestehende Missstände aufklären, für diese sensibilisieren und so dazu beitragen, dass Schranken zwischen den Menschen überwunden werden. Die gezielte Auseinandersetzung mit in der Gesellschaft vorherrschenden oder eigenen Ressentiments, gesellschaftlichen Verhältnissen oder dem politischem Handeln Einzelner, bewirkt einen Prozess, der nachhaltig dazu beiträgt, diese Ziele zu erreichen.“

Den Auftakt für die Aktionswochen bildet in diesem Jahr das (für Besucher_innen kostenlose) Open-Air-Konzert im Welfengarten. Headliner sind in diesem Jahr die Rapper von der Antilopen Gang. Abgerundet wird das Festival mit einem reichhaltigen Angebot an veganen und vegetarischen Speisen und Getränken, sowie vielen Infoständen, an denen Menschen die Möglichkeit haben, sich über Projekte und Probleme zu informieren oder einfach nur in einen Austausch zu kommen.

Am Folgetag des Open-Airs, startet eine Veranstaltungsreihe, die sich zwischen dem 13. Juni und dem 16. Juli an insgesamt 17 Terminen kritisch mit dem Oberthema Rassismus auseinandersetzt.

„Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr struktureller Rassismus, der NSU und die Themen Asyl, Migration und Flucht. Durch verschiedene renommierte Referent_innen, wollen wir in diesem Rahmen Aufklärungsarbeit gegen Rassismus und Ausländer_innenfeindlichkeit leisten. Auf diese Art wollen wir die Menschen in und um Hannover politisch bilden und aktiv zum Abbau von Diskriminierung beitragen.“

so die Referentin für politische Bildung des AStA, Gesa Lonnemann.

Details zum Konzert und den einzelnen Terminen der Veranstaltungsreihe, entnehmen sie bitte der dazugehörigen Website, unter: http://fclr.blogsport.de

Für Rückfragen steht Ihnen unser Referent für Kommunikation und Öffentlichkeit, Bodo Steffen, jederzeit unter presse [at] asta-hannover.de zur Verfügung.