AStA der LUH unterstützt Geflüchtete

Im Rahmen eines landesweiten Projektes soll nun auch in Niedersachsen Geflüchteten der Zugang zu Hochschulen erleichtert werden. Der AStA wird im Rahmen der eigenen Initiative „Open University“ die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellen, um den Start der Geflüchteten an der Universität zu begleiten.

„Mit dem landesweiten Projekt, Geflüchteten ein Studium zu ermöglichen, wird Menschen, denen in aller Regel die Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben in Deutschland verweigert oder zumindest massiv erschwert wird, endlich eine Tür geöffnet. Dies ist ein wichtiger erster Schritt.“, so die Sachbearbeiter für Anti-Rassismus im aktuellen AStA. Und weiter: „Gerade in Zeiten, in denen täglich neue Meldungen über Anschläge auf Unterkünfte, An- und Übergriffe auf Geflüchtete in den Medien erscheinen ist es enorm wichtig, auf die Menschen zu zu gehen und ein Zeichen praktischer Solidarität zu setzen.“

In einem ersten Schritt sollen Geflüchtete sich als Gasthörende an der Leibniz Universität Hannover (LUH) einschreiben dürfen. Von den dabei normalerweise anfallenden Gebühren  werden sie befreit. Wer sich im Rahmen dessen für die Aufnahme eines regulären Studiums entscheidet, der*dem* soll auch das zukünftig ermöglicht werden. Das Studium als Gasthörende*r steht grundsätzlich allen Menschen offen – unabhängig von Sprachkenntnissen, Qualifikationen oder anderen Beschränkungen.

Für Geflüchtete mit nicht-deutscher oder EU-Hochschulzugangsberechtigung bzw. bereits erbrachten Studienleistungen in anderen Ländern wird es die Möglichkeit geben, das Studium hier vor Ort wieder aufzunehmen. „In vielen Fällen haben geflüchtete Menschen nicht die Möglichkeit, die notwendigen  Dokumente vorzulegen, um ein reguläres Studium in Deutschland zu beginnen, fortzusetzen oder abzuschließen. Auch dafür ist eine Lösung in Planung: Es wird die Möglichkeit geben, eine schriftliche Prüfung im Studienkolleg in der jeweiligen Muttersprache zu absolvieren.“ erklärt Katrin Kogel, studentische Senatorin der Universität.

Für die Prüfung wird eine Gebühr in Höhe von 30,- Euro fällig. Je nach Ausgang des Tests, wird es den  Studieninteressierten möglich sein, sich regulär an der LUH zu immatrikulieren ggf. auch in einem höheren Semester. Bereits in der Vergangenheit erbrachte Leistungen können  angerechnet werden.

In Zusammenarbeit mit verschiedensten Strukturen und Einzelpersonen wird der AStA der LUH versuchen, den Geflüchteten ihren Einstieg an der Universität so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten. Sie sollen zunächst über ihre Möglichkeiten informiert werden, Interessierte sollen anschließend bei Ihrem Einstieg in das Studium und später im Uni-Alltag begleitet und in das reguläre Erstsemesterprogramm eingebunden werden.

„Wir suchen nach engagierten Studierenden, die als „Study-Buddy“ die Geflüchteten in ihrem universitären Alltag und in ihrer Freizeit begleiten möchten. Außerdem soll es im kommenden Wintersemester selbstorganisierte Deutschkurse geben. Auch Studis, die ein WG-Zimmer anzubieten haben, können sich bei uns melden.“, sagt Bodo Steffen, Referent für Kommunikation und Öffentlichkeit im AStA.

 Nähere Informationen und Möglichkeiten zum Kontakt bietet der AStA auf http://open-university.asta-hannover.de/ dem Blog zur Initiative „Open University“.