Vollversammlung studentischer Hilfskräfte

Dienstag, 1. Dezember um 18:00 im 14. OG (Conti-Hochhaus)VV der Hilfskräfte

An der Leibniz Universität Hannover arbeiten tausende Studierende als wissenschaftliche Mitarbeiter*innen oder als geringfügig Beschäftigte. Ohne arbeitende Studierende käme der universitäre Betrieb zum Erliegen. Forschung, Lehre, Infrastruktur, Verwaltung – alle wichtige Schaltstellen der Uni sind auf die Arbeit von Studierenden angewiesen, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Die Beschäftigungsverhältnisse aber sind noch immer unzureichend geregelt!

Noch immer ist prekäre Beschäftigung in der Wissenschaft Standard und noch immer zählen studentische Beschäftigte nicht als Arbeitnehmer*innen, sondern als Sachmittel! Arbeits- und Urlaubszeiten, Regelungen zum Krankheitsfall etc. unterliegen häufig der Willkür der Chefin oder des Chefs. Das kann im Einzelfall Vorteile mit sich bringen, die Regel sieht jedoch anders aus: Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, nicht planbare Urlaubszeiten, selbst zu zahlendes Arbeitsmaterial, unbezahlte Mehrarbeit…

So geht‘s nicht weiter…

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…mit den studentischen, wissenschaftlichen Hilfskräften und geringfügig Beschäftigten in der Verwaltung Hochschulen sind auf studentische Beschäftigte angewiesen und eine Anstellung als Hilfskraft gilt für viele Wissenschaftler*innen als Einstieg in Forschung und Lehre. Aber die Bedingungen, unter denen gearbeitet werden muss, sind miserabel!

…mit prekärer Beschäftigung in der Wissenschaft
Die prekäre Beschäftigung macht den Traum vom Leben als Wissenschaftler*in zum Albtraum. Zeitverträge – meistens mit Befristung von nur einem Jahr oder sogar weniger – nehmen jede Planungssicherheit. Drittmittelabhängigkeit zwingt zu einer stärkeren Unterordnung der Wissenschaft unter wirtschaftliche Interessen. Die Bundesregierung tut so, als würde sie mit einer neuen Form des sogenannten „Wissenschaftszeitvertragsgesetzes“ daran etwas ändern – aber alles was bisher dabei herauskommt, sind Schlupflöcher und ungenaue Formulierungen. Das Befristungsunwesen soll weiter bestehen bleiben. Das wollen wir nicht weiter einnehmen. Wir wollen freie, kritische und unabhängige Forschung!

Hinzu kommt, dass die Bundesregierung nun verbieten möchte, Hilfskräfte länger als vier Jahre zu beschäftigen. Da die Hochschulen studentische Beschäftigte derzeit nicht unbefristet einstellen werden, verlieren dadurch viele ihren Job. Die Bezahlung für studentische Beschäftigte ohne Abschluss, liegt auf Mindestlohnniveau und ist in den letzten Jahren fast nie erhöht worden. Studentische Beschäftigte werden nicht durch den Personalrat vertreten und zählen weiter als Sachmittel.

Diese Probleme gehen uns alle an und sind nur gemeinsam zu lösen! Dafür bedarf es der Organisierung. Darum wird es am 01.12 in vielen Orten koordinierte Vollversammlungen zu diesen Themen geben.

Die hannoversche Vollversammlung findet um 18:00 Uhr im 14.OG im Conti-Hochhaus statt. Kommt vorbei, seid laut, bringt euch ein. Lasst uns zusammen für eine bessere Hochschule kämpfen!