Pressemitteilung: Unigebäude besetzt – Präsidium will im Zweifel räumen lassen!

Offenbar haben sich am Freitagvormittag dutzende engagierte Studierende
und weitere Menschen Zutritt zu einem leerstehenden Gebäude Am
Moritzwinkel 12 verschafft. Der AStA wurde gebeten mit der Unileitung in
Verbindung zu treten um über die Nutzung des ehemaligen Vereinsheims des
VfL Hannover zu verhandeln. Ein erster Kontakt mit dem Präsidium verlief
allerdings erfolglos: Gesprächsbereitschaft scheint keine zu bestehen –
im Zweifel will das Präsidium räumen lassen.

„Als AStA befürworten wir grundsätzlich die Weiter- und Umnutzung von
Leerstand für soziale und kulturelle Zwecke. Das Konzept, das die
Aktivist*innen uns vorgelegt haben, zeigt, dass sich Menschen über eine
lange Zeit damit beschäftigt und Gedanken gemacht haben. Es ergibt
keinen Sinn, Leerstand ungenutzt verkommen zu lassen.“ so die
Sozialreferentin des AStA.

In einem ersten Telefonat mit dem Präsidium wies Präsident Epping auf
den bevorstehenden Abriss des Gebäudes hin: Der Bau sei angeblich
gesundheitsgefährdend. Schon aus Fürsorgepflicht könne man den
Aufenthalt von Menschen darin nicht gestatten. Eine Sanierung sei zu
kostspielig.

Bodo Steffen, Referent für Kommunikation und Öffentlichkeit dazu: „Wir
bedauern sehr, dass das Präsidium die Bitte um Verhandlungen so rigoros
zurückgewiesen hat. Zumindest ein persönliches Gespräch, in welchem die
Menschen die Chance bekommen, ihr Konzept und ihre Pläne vorzulegen und
zu erläutern, hätten wir uns gewünscht. Dass hier direkt mit Räumung
gedroht wird, sollten die sich im Gebäude befindlichen Menschen nicht
einlenken, scheint uns überzogen und unangemessen.“