PM: 10 Jahre festival contre le racisme Hannover – (K)ein Grund zum Feiern?

Das festival contre le racisme (fclr) in Hannover feiert dieses Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Auch wenn die Fortexistenz des Rassismus kein schöner Anlass ist, so leutet dennoch das fulminantfröhlichen Open-Air-Konzert – am 03. Juni ab 15 Uhr im Garten hinter dem Welfenschloss der Leibniz Uni Hannover – eine einmonatige Veranstaltungsreihe zum Thema Rassismus ein.
Zum Zehnten Mal wird das fclr vom Allgemeinen Studierenden Ausschuss (AStA) der Uni Hannover ausgerichtet. Das Festival soll auch dieses Jahr auf Diskriminierungen wie Rassismus aufmerksam machen, Leute dafür sensibilisieren und auch über aktuelle Projekte informieren. Auf dem Festival selbst gibt es Infostände und Aktionen verschiedener Gruppen und Initiativen zur AntiRassismusarbeit, aber auch vegan/vegetarisches Essen und Getränke. Als musikalische Komponente sind dieses Jahr neben anderen die Rapper*innen Kobito, DiscoCtrl und Leila Akinyi auf der Bühne
Tetiana Khomych, Referentin für Internationales im AStA, dazu: „Mit dem fclr und der damit verbundenen Veranstaltungsreihe soll den Menschen wieder klarwerden, wie viele gesellschaftliche Missstände immer noch bestehen. Wir als AStA kümmern uns viel um die Belange ausländischer Studierender. Denn Menschen ohne deutschen Pass sind auch an der Uni von rassistischen Bürokratiehürden betroffen. Sie müssen viel mehr Nachweise als Menschen mit deutschem Pass erbringen, haben höhere Semestergebühren (siehe Baden-Württemberg) und nur selten werden Bildungsabschlüsse aus ihrem Herkunftsland anerkannt. Außerdem haben ausländische Studierende große Probleme einen gesicherten und unbefristeten Aufenthaltsstatus zu bekommen.“
Circa eine Woche nach dem Open-Air-Konzert startet eine Veranstaltungsreihe, die sich zwischen dem 08. Juni und dem 10. Juli an insgesamt 14 Terminen kritisch mit dem Oberthema Rechtspopulismus auseinandersetzt: „Die Veranstaltungen widmen sich den Thematiken des Rassismus und des Rechtspopulismus. Es geht zum einen um eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Phänomen des Rechtspopulismus. Zum anderen lässt sich Rassismus nicht auf Rechtspopulismus reduzieren.  Grob gesagt wird mit den Veranstaltungen auf die Geflüchtetenpolitik, die sogenannte ‚neue Rechte‘ mit Parteien wie der AfD, sowie verschiedene Sichtweisen auf Autoritäten (feministisch, sozialpsychologisch) eingegangen.“ so der Referent für politische Bildung des AStA, Till Ewald.
Wir freuen uns auch dieses Jahr mit vielen Gruppen und Initiativen ein breites Angebot an Veranstaltungen aufstellen zu können und viele renommierte Referent*innen gewonnen haben zu können. Auf diese Art wollen wir Studierende, aber auch allgemein die Menschen in und um Hannover politisch bilden und dadurch aktiv zum Abbau von Diskriminierung beitragen.
Details zum Konzert und den einzelnen Terminen der Veranstaltungsreihe entnehmen Sie bitte der dazugehörigen Website, unter: http://fclr.asta-hannover.de.