Schlaf- und Rastlos in Hannover? Der AStA der Universität Hannover ruft erneut zur Schlafplatzbörse auf – Kurzzeitige Schlafgelegenheiten gesucht

Schlaf- und Rastlos in Hannover? Der AStA der Universität Hannover ruft erneut zur Schlafplatzbörse auf – Kurzzeitige Schlafgelegenheiten gesucht
Zum Start des Wintersemesters im Oktober und dem damit verbundenen Zuzug tausender Studierender verschärft sich die Situation auf dem hannoverschen Wohnungsmarkt deutlich. Es ist auch in diesem Jahr davon auszugehen, dass nicht alle Studierenden zum Semesterbeginn einen Schlafplatz bekommen. Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Hannover ruft daher wieder zur Schlafplatzbörse auf. 
 
Hannover erwartet zum Beginn des Wintersemesters an der Universität und den Hochschulen wieder eine große Zahl an neuen Studierenden und damit neuen Bewohner_innen der Stadt. Der Wohnungsmarkt in den Großstädten ist generell sehr umkämpft – Familien und Geringverdienende finden aufgrund des knappen bezahlbaren Wohnraums schon kaum einen Platz zum Wohnen – und diese Situation verschlechtert sich jedes Jahr aufs Neue durch den Start des Studienjahres. 
 
„Wir erwarten auch in diesem Jahr wieder eine hohe Zahl an Studierenden, die kein Glück und Erfolg bei der Suche nach einer bezahlbaren Unterkunft haben werden und so ihr Studium möglicherweise nicht beginnen können.“, so Jonas Negenborn, Sozialreferent im AStA der Universität. Jedes Jahr aufs Neue melden sich verzweifelte Studierende, die auf der Suche nach einer Unterkunft sind beim AStA und bitten um Hilfe. In den letzten Jahren kam es aufgrund der Wohnraumproblematik des Öfteren zu kurzfristigen Studienabbrüchen. Der AStA ist bemüht eine Wiederholung solcher Fälle zu verhindern.   „Der AStA hat daher die Schlafplatzbörse ins Leben gerufen und ruft zu Solidarität mit Menschen ohne eigenen Wohnraum auf“, ergänzt Negenborn. Die Schlafplatzbörse sammelt Angebote und Gesuche von kurzzeitigen Schlafgelegenheiten – auf dem Sofa, einer Matratze oder einer Isomatte. Dazu ist man auch in diesem Jahr auf die Unterstützung von außen angewiesen. Dazu Jonas Negenborn: „Wir suchen ab sofort wieder Personen, die kurzzeitig einen Platz in ihrer Wohnung anbieten können. In den letzten Jahren haben wir es so geschafft, wirklich vielen Studierenden den Studienstart zu erleichtern.“  
 
Personen, die sich angesprochen fühlen und die einen Platz anbieten können, können sich unter www.asta-hannover.de/schlafplatzbörse informieren und sich über das Kontaktformular beim AStA melden. Dieser vermittelt dann zu einem passenden Studierenden.  
 
„Im letzten Jahr konnten wir so fast allen suchenden Studierenden einen Platz organisieren – es wäre toll, wenn wir daran in diesem Jahr anknüpfen könnten“, sagt Sozialreferent Negenborn und bedankt sich bei allen Personen, die sich solidarisch zeigen und helfen.  
 
Die Wartelisten für Plätze in den Wohnheimen des Studierendenwerks sind lang, genug Plätze stehen einfach nicht zur Verfügung. Der Wohnungsmarkt kann den Bedarf allein nicht decken. Ein Problem das in jedem Jahr aufs Neue zu Beginn des Wintersemesters überdeutlich wird. Dabei ist die alleinige Einrichtung einer Schlafplatzbörse nicht die Lösung, sondern ihre Notwendigkeit beweist viel mehr die vorhandene Problematik: Wohnraum muss für alle bezahlbar sein, ob für Familien, Geringverdienende oder eben Studierende. Um darauf aufmerksam zu machen planen wir, wie auch in den letzten Jahren eine Demonstration.