Welcome to the Jungle! Die alternativen Orientierungswochen 2017

Hallo liebe Studierende der LUH, Hallo liebe Erstsemester*innen! Welcome to the Jungle!

Du bist neu an der Uni oder lebst dich gerade in Hannover ein? Du hast Lust auf politische Arbeit oder willst einfach nur nette Leute kennenlernen?

Unter dem Motto „Welcome to the jungle“ wollen wir auch in diesem Jahr kritisch in den Trott einer auf Leistung und Verwertbarkeit getrimmten Uni intervenieren.

Wir haben für Dich ein alternatives Einführungsprogramm zusammengestellt, mit einem Heft als Guide! Wir haben zwei Wochen geplant, die Dir das Ankommen erleichtern und verschönern sollen. Es gibt für Dich die Möglichkeit Dich mit verschiedenen politischen Thematiken auseinanderzusetzen, Initiativen oder einfach nur Spitzenleute kennenzulernen. Ein vielfältiges Programm erwartet Dich und hilft Dir beim Zeitvertreib, mach Dir also keine Sorgen um die Planung der ersten Novemberhälfte. Für Spaß und Unterhaltung ist gesorgt, jetzt fehlst nur noch Du!

Du entscheidest ob Du bei gemütlichen Brunchs tolle Leute kennenlernst, Nachmittage mit Workshops oder Rundgängen verbringst, den Tag mit einem informativen oder lockeren Abendprogramm abschließt – oder einfach alles mitnimmst. Währenddessen kannst Du verschiedene korrekte Orte erkunden und Dir so den Weg für das nächste Mal merken.

Falls Dich Barrieren davon abhalten zu unseren Veranstaltungen zu kommen, Du dich über die möglichen Barrieren einzelner Räumlichkeiten informieren möchtest, oder andere Fragen hast, schreib an polbil@asta-hannover.de

Komm vorbei! Wir freuen uns auf Dich!

PS: Das Veranstaltungsprogramm in wunderbarer Heftform, inklusive Guide für korrekte Orte in Hannover und Vorstellungen politischer Initiativen, gibt es im AStA, oder bei den einzelnen Veranstaltungen. Aktuelle Infos und Alle Veranstaltungen gibts auch auf Facebook unter https://www.facebook.com/welcometothejungleLUH/

 

 

Datum und Zeit

Ort

Ankündigungstext

06.11.17, ab 11 Uhr

Elchkeller

Willkommensfrühstück

vegan-friendly Brunch

 

Zum Wochenauftakt lädt der Elch ein ins Untergrundcafé zur ausgedehnten Frühstücksvöllerei bis weit in den Nachmittag hinein. Der Tisch ist reich gedeckt mit frischen Brötchen, warmen Suppen, Kaffee, Saft und Sekt. Und wenn es kein Brot mehr gibt, essen wir halt Kuchen. Kommt früh oder spät, geht und kommt wieder oder verweilt den ganzen Tag – was soll’s, es ist eh nur Montag. Zeit die versäumte Gemütlichkeit vom Wochenende nachzuholen und mal wieder runter zu kommen. Alles andere kann warten.

 

Bei all den Genüsslichkeiten möchten wir außerdem die Gelegenheit nutzen, um ohne große Formalitäten ein bisschen zu plaudern. Über den Elchkeller und was wir so machen. Über Freiräume und das Kulturleben an der Uni. Und gerne auch über eure Anregungen und kreativen Ideen, die ihr umsetzen möchtet. Der Elch ist ein Ort zum Mitmachen, wenn ihr Bock habt.

 

open end

Organisiert vom Elchkeller Kollektiv

06.11.17 19 Uhr

Elchkeller

Pfeffi & Populismus

Ein Abend im Wahn, zwischen Rausch und Herrschaft

Auch 2017 ist der Wahnsinn greifbar: Debatten um Leitkultur, kulturelle Identität, gültige Werte und Normen und zu setzende moralische Maßstäbe bestimmen Medien und Kommentarspalten. In diesem Jahr erlebten wir ein fulminantes Finale: Es wahlkämpfte in Deutschland auf Bundesebene und in Niedersachsen.

Nachdem wir im letzten Jahr mit Pils und Propaganda einen instant classic gelandet haben, wollen wir in diesem Jahr dort anknüpfen. Erneut versetzen wir uns in die heimelige Atmosphäre deutschtümelnder Stammtischgespräche und versuchen so aktuelle Debatten in all ihrer Absurdität nachzuzeichnen.

Als Grundlage dienen uns diesmal auch wieder Diskussionen und Kommentare in den sozialen Medien, diverse Verlautbarungen intellektueller Stichwortgeber der sogenannten „Neuen Rechten“, bis hin zu jenen, die das politische Handeln und Denken in der BRD maasgeblich bestimmen.

Zur Aufgabe gemacht haben wir uns damit nicht weniger, als die satirische Aufarbeitung des politischen Alltagswahnsinns in Zeiten von Brexit, Trumpwahl und Bundes-/Landtagswahlkampf. Ein famoser Spaß für Alt und Jung, bei dem keine Kehle trocken bleiben muss!

Organisiert von luh_contra

15.11.17, ab 13 Uhr

 

 

 

 

 

AStA

AStA, Asti und Du!

Sektbrunch zum Kennenlernen der Hochschulpolitik

 

Was ist der AStA überhaupt und was hat das mit mir zu tun? Ist der Plural von AStA Asti? Wenn Dich die Antworten auf diese Fragen interessieren oder Du einfach Lust auf Brunchen in entspannter Atmosphäre hast, bist Du hier genau richtig.

 

Gerne stellen wir Dir vor, was wir im AStA überhaupt machen, was es für Angebote von uns gibt und wobei wir Dir helfen können.

 

Bei Sekt und Häppchen können wir gemeinsam darüber reden was wir vom Studium erwarten. Dazu gibt es Tipps, wie Du es vermeiden kannst Dich von einem vollen Semesterplan, Regelstudienzeit oder Erwartungen an Dich stressen zu lassen.

 

Denn nach dem Unistart bleibt meist kaum Zeit den neuen Alltag zu hinterfragen: Wie möchtest Du überhaupt studieren? Hast Du Bock auf studentischen Konkurrenzkampf oder willst Du lieber gemeinsam und solidarisch lernen?

Wir wollen bei diesem Brunch Raum für all diese Fragen bieten.

 

Komm vorbei und trink einen Sekt vielleicht!

Organisiert von AstA Uni Hannover

07.11.17, 19 Uhr

LKA

loud loving feminism“

Feministisches Freakout

 

Feminismus ist laut, Feminismus ist schön. Feminismus ist notwendig und für alle da! Also kommt vorbei zu einem lauten und bunten feministischen Kneipenabend im LKA (Eingang auf dem Hinterhof, Fröbelstraße 5). Ob ihr neu in Hannover seid oder hier schon länger wohnt: heute Abend habt ihr die Möglichkeit euch über verschiedene feministische Projekte zu informieren, dabei Cocktails zu schlürfen und euch und uns besser kennenzulernen und Fragen zu stellen. Außerdem gibt es Programm für die Augen, die Ohren und die Leber. Wir sehen uns.

 

Feminism is for everybody – All gender welcome!

 

Organisiert vom Autonomen Feministischen Kollektiv

08.11.17, 15 Uhr

Elchkeller

Theorie und Geschlecht

Workshop Women* only

 

Gemeinsam wollen wir die Welt verstehen und verändern. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Verfasstheit dieser Gesellschaft ist für uns nicht nur ein Hobby, sondern ein wichtiger Bestandteil unseres Kampfes für eine bessere Welt.

 

Nun sind wir als Frauen* immer wieder damit konfrontiert, dass uns die Fähigkeit zu abstraktem Denken abgesprochen wird oder wir uns das selber nicht zutrauen. Unsere Erfahrung ist, dass auch linke Theoriearbeit doch eher „Männersache“ bleibt. „Bloß“ feministische Theorie scheint für Frauen* übrig zu bleiben.

 

In diesem Workshop wollen wir über die Erfahrungen diskutieren, die wir als Frauen* bei linker Theoriearbeit machen. Darüber hinaus sollen die Strukturen und Mechanismen aufgedeckt werden, die Frauen* die Theoriearbeit erschweren – dies berührt Fragen der psychischen Konstitution von Frauen* wie auch den vorherrschenden Charakter von Theoriearbeit selbst. 

 

Der Workshop arbeitet mit einem Thesenpapier und ist nur für Frauen* gedacht.

Organisiert von Kampagne Let's push feminism forward

08.11.17, 18:30 Uhr

Raum V110, Schneiderberg 50

Lust, Angst und Hass

Über das Innenleben von (professionellen) ‚Frauenaufreissern‘

 

Das sogenannte „Erobern“ oder „Abschleppen“ von Frauen auf Partys ist für viele Männer fester Bestandteil des Partyexzesses.
In der „Pick-Up-Artist“ Szene wird dieser Prozess professionalisiert und u.a. in Workshops angeboten.
Zu Grunde liegt dem Eroberungsgedanken in Party- und Pick-Up – Welt eine eigene Dynamik von Männlichkeit: Ihr Ziel ist die Restaurierung traditioneller männlicher Selbstherrlichkeit und der Überlegenheit über das weibliche Geschlecht. Als eine sektenähnliche männliche Gemeinschaft von leistungsorientierten „Profi-Aufreißern“ und selbsternannten „Verführungskünstlern“ streben ihre Angehörigen nach einem angstfreien (hetero)sexuellen Genuss durch die Kontrolle über sich und ihre Körper. Ihr wichtigstes Mittel ist die manipulative Ausbeutung ausgewählter, zu einem bloßen Objekt des männlichen Eroberungswettbewerbs degradierter Frauen.

Rolf Pohl ist Sozialpsychologe aus Hannover und hat zu dem Thema u.a. das Buch „Feindbild Frau – Männliche Sexualität, Gewalt und die Abwehr des Weiblichen“ veröffentlicht.

 

 

Organisiert vom AStA Uni Hannover

09.11.17, 14 Uhr

Treffpunkt Schwarzer Bär

Nationalsozialist*innen und Widerstand

Stadtteilrundgang durch Linden

 

Über Linden zur Zeit des Nationalsozialismus wurde viel geschrieben – denn die Geschichte des “roten” Lindens zeigt eindrucksvoll, dass es möglich war den Nazis aktiv entgegenzutreten. Mit einem Stück Lokalstolz wurde in der kollektiven Erinnerung die Geschichte Lindens zu einer Geschichte des Widerstands.

Ausgeblendet wurde hierbei oftmals der nationalsozialistische Alltag, die umfassende Nationalsozialisierung aller öffentlichen Sphären, sowie die Bereitschaft der Arbeiter*innenschaft die NS-Ideologie zu übernehmen.

Anpassung, “Arisierung”, Zwangsarbeit, Vertreibung und Deportation war ebenso fester Bestandteil des “roten” Lindens, wie auch die Bevölkerung keineswegs frei von nationalsozialistischer Ideologie war.

Anhand von Orten nationalsozialistischer Politik und Orten des Widerstands soll bei diesem Stadtteilrundgang ein Blick geworfen werden auf die “Vielfältigkeit” Lindens im NS.

Der Spaziergang wird ca. 3 bis 4 Stunden dauern und im Tempo Rücksicht auf alle nehmen.

 

Organisiert vom AStA Uni Hannover

09.11.17, 20 Uhr

Kino im Sprengel

Rassismus vor und nach der „Wende“

Film und Diskussion mit überlebenden und hinterbliebenen Aktivisten

 

Ramazan Cem Avcis Vater wurde wenige Tage vor der Geburt seines Sohnes in Hamburg von Neonazis vor ein Auto gejagt und zusammengeschlagen. Er starb am Heiligabend 1985.
Ibrahim Arslan überlebte den rassistischen Brandanschlag von Mölln vom 23.11.1992, doch drei seiner Familienmitglieder wurden getötet.

Beide berichten von ihren Erfahrungen und den Kämpfen um ein selbstbestimmtes Gedenken. Ibrahim Arslan ruft zur Teilnahme am selbstorganisierten Gedenken der Familie Arslan in Mölln auf, dass in Abgrenzung zum Gedenken der Stadt Mölln stattfindet. Die Antifaschistische Gruppe Hannover stellt ein Konzept zur gemeinsamen Anreise vor.

Die Klammer bildet der Film Duvarlar-Mauern-Walls. 1991 interviewte der türkische Regisseur Can Candan in Berlin lebende und als Türk*innen gelesene Personen zu ihren Erfahrungen mit Mauerfall und „Wiedervereinigung“, Nationalismus und Rassismus…

 

Weitere Veranstaltungen mit Film, HipHop-Konzert und Diskussion zum Thema Gadje-Rassismus am 27. und 28.10.2017. Infos auf www.kino-im-sprengel.de

Organisiert von Antifaschistische Gruppe Hannover – AG[H] & Kino im Sprengel

10.11.17, 19 Uhr

Andersraum

Der Andersraum: Hannovers queeres Zentrum

Gemütlicher Barabend und mehr in der freitagsBar

Ab sofort ein fester Termin in eurem Kalender: Die freitagsBar – Die Bar für queere Leute und friends. Jeden Freitag ab 19.00 Uhr im Andersraum mit wechselnden Cocktail-Specials und Aktionen. Eine super Gelegenheit, sich bei ein paar Drinks einen Überblick über alle Angebote der queeren Szene Hannovers zu verschaffen. Zur Er_Sie-Woche bekommt ihr bei Vorlage eures Studiausweises zwei Getränke zum Preis von einem.

Alle Infos unter www.andersraum.de und auf facebook.

Organisiert vom Andersraum

13.11.17, 12 Uhr

Elchkeller

Meet & Eat“

Gemeinsames Frühstücken mit der YXK/JXK-Hannover

 

Wir, der Dachverband der Studierenden aus Kurdistan in Europa, laden euch alle recht herzlich zu unserem YXK/JXK Kennenlernen Treffen in die Uni Hannover ein.

 

Seit 1991 setzen wir uns aktiv für eine freiheitliche demokratische Gesellschaft ein. Als organisierte Student*innen ist unser besonderes Anliegen, die gesetzten gesellschaftlichen Strukturen zu thematisieren und sie kritisch zu hinterfragen. Wir sind allseits bestrebt, der studentisch-universitären und allgemeinen Öffentlichkeit in Europa ein Verständnis über die kurdische Frage und die mit ihr zusammenhängenden Konflikte zu ermöglichen.

 

Bei einem gemeinsamen Frühstück möchten wir uns vorstellen und alle Interessierten näher kennenlernen. Wenn ihr also Interesse habt, euch aktiv in unsere Gruppe einzubringen oder uns besser kennenlernen wollt, kommt gerne vorbei. Alle, die sich politisch mit der kurdischen Freiheitsbewegung auseinandersetzen wollen, sind gern gesehen.

Organisiert von YXK/JXK Hannover

13.11.17, 19 Uhr

Elchkeller

Einführung in feministische Theorien

Vortrag mit Deborah Sielert und Friederike Apelt

 

 

 

 

Der Vortrag gibt einen Überblick über die historische und inhaltliche „Landkarte“ feministischer Themen, Bewegungen und Theorieansätze im europäischen und us-amerikanischen Raum. Anhand einiger unserer Lieblingsbeispiele setzen wir eigene Schwerpunkte und wollen zudem aufzeigen, warum feministische Perspektiven in und außerhalb der Wissenschaft heute noch dringend notwendig sind. Denn Feminismus und feministische Theorien haben kein festgeschriebenes inhaltliches Programm. Eher ist Feminismus eine politische Haltung und Perspektive gesellschaftliche Entwicklungen zu verstehen und sie zu verändern.

 

 

 

 

Deborah Sielert hat feministische Theorie und Gender Studies studiert, und auch Friederike Apelt arbeitet seit ihrem Studienbeginn zu feministischen Theorien und Geschlechterforschung. Beide sind schon lange politisch in feministischen Zusammenhängen aktiv und bewegen sich dabei stets im Spannungsfeld zwischen akademischen und nicht-akademischen feministischen Räumen.

 

 

 

 

 

 

Organisiert von Kampagne Let's push feminism forward

14.11.17, 17 Uhr

Start am AStA

Fuxjagd

Inforundgang zur hannoverschen Verbinderszene

Sei es bei der Wohnungssuche oder im ersten Smalltalk mit anderen Studierenden, von Verbindungen und Burschenschaften haben viele von euch sicher schon einmal gehört. Auf den ersten Blick wirken sie wie ein Haufen Kumpel, wobei ein gewisses Unbehagen ihnen gegenüber vermutlich doch bei vielen von euch mitschwingt. Woher kommt das?

Sind Burschenschaften und Verbindungen vielleicht doch nicht so cool, wie sie sich gerne geben?

Schaut man ein wenig genauer auf den „Kumpelhaufen“, merkt man schnell, woher dieses Unbehagen kommt: Verstrickungen in die rechte Szene, Ausgrenzung von Frauen oder ein nationalistischer Bezug auf ihr sogenanntes Vaterland. Abseits von günstigem Wohnraum, gibt es also eine ganze Reihe von Dingen, die man an Verbindungen und Burschenschaften kritisieren kann und muss.

Auf unserem Rundgang wollen wir euch sowohl inhaltlich als auch anschaulich zeigen, was Burschenschaften/Verbindungen überhaupt sind und welche in Hannover aktiv sind. Zu diesem Zweck wollen wir mit euch ausgewählte Verbindungsstandorte besuchen und euch die nötige Kritik an reaktionären Männerbünden näherbringen.

Organisiert von luh_contra

14.11.17, 20 Uhr

Liberale Jüdische Gemeinde, Fuhsestraße 6

Winternähe

Lesung und Gespräch mit Mirna Funk (ab 20 Uhr)
+ vorher Angebot einer Führung durch die Liberale Jüdische Gemeinde (19:30 Uhr)

Mirna Funk erzählt die Geschichte einer jungen deutschen Jüdin in Berlin und Tel Aviv. Ihr Name ist Lola und die Einzige, die ihr ein Hitlerbärtchen ins Gesicht malen darf, ist sie selbst. Sie hat genug davon, dass andere darüber bestimmen wollen, wer sie ist und wer nicht. Sie entscheidet, wovon sie sich verletzt fühlt und wovon nicht.

Lola ist in Ost-Berlin geboren, ihr Vater macht rüber und geht in den australischen Dschungel. Sie wächst auf bei ihren jüdischen Großeltern und ist doch keine Jüdin im strengen Sinne. Ihre Großeltern haben den Holocaust überlebt, sie selber soll cool bleiben bei antisemitischen Sprüchen. Dagegen wehrt sie sich. Sie lebt in Berlin, sie reist nach Tel Aviv, wo im Sommer 2014 Krieg herrscht. Sie besucht ihren Großvater und ihren Geliebten, Shlomo. Hartnäckig und eigenwillig, widersprüchlich und voller Enthusiasmus sucht Lola ihre Identität und ihr eigenes Leben.

Vor Beginn der Lesung wird um 19:30 Uhr eine Führung durch die Räume der Liberalen Jüdischen Gemeinde (Fuhsestraße 6) angeboten.

Organisiert von AStA Uni Hannover & Liberale Jüdische Gemeinde Hannover

15.11.17, 17 Uhr

Elchkeller

Bildung im Kapitalismus

Alles nur eingebildet? Kritik des Bildungsbegriffs

Wenn Veränderungen an Unis (oder auch an Schulen) anstehen, gibt es von Seiten der Kritiker_innen regelmäßig die Forderung nach dem Recht auf Bildung oder es wird mit einem Bildungsnotstand argumentiert. Dabei fällt auf, dass die staatlichen Reformen an den Hochschulen und Schulen mit genau denselben ganz abstrakten Leitsätzen begründet werden. Für alle scheint die Bildung an sich also als hohes Gut immer schon festzustehen. Doch was ist wirklich dran am Begriff der Bildung? Welche Rolle spielt Bildung in der bürgerlichen Gesellschaft? Was hat es mit einer Ökonomisierung des Studiums auf sich? Kann Bildung auch emanzipatorisch sein? Und ist es möglich, konkrete Forderungen zu stellen, ohne auf eine verkürzte oder gar falsche strukturelle Kritik zu verfallen?
 

Diese und andere Fragen wollen wir mit euch auf dieser Veranstaltung diskutieren.

 

Organisiert von Kritik im Handgemenge Hannover

15.11.17, 19:30 Uhr

 

Wir werden sie jagen“

Ideologie und Strategie der "Neuen Rechten"

Seit den Bundestagswahlen sitzt die AfD als drittstärkste Partei im Bundestag. Dauerpräsenz in den Medien, fraktionsinternes Chaos und Spaltung folgten in den ersten Tagen nach dem Einzug einer nationalistischen, chauvinistischen Partei in das deutsche Parlament. Doch wie sind die Politik und die Äußerungen dieser Partei einzuschätzen? Welchen Inhalt hat diese Politik eigentlich und wo liegen die Unterschiede zu Parteien der "alten" Rechten wie die NPD überhaupt? Wer sind die Stichwortgeber für das Vokabular der AfD? Handelt es sich bei der AfD um alten Wein in neuen Schläuchen und was ist von den Stimmen zu halten, die vor einem neuen 33 zu den Wahlen warnten? Wie kann eine effektive, antifaschistische Gegenstrategie gegen die AfD aussehen? Diese und andere Fragen sollen mit der Veranstaltung thematisiert und diskutiert werden.

 

Organisiert von Fast Forward Hannover

16.11.17, 18 Uhr

Start am AStA

Schlaflos in Hannover? Wohnraum für Alle!

Tanzdemonstration für mehr bezahlbaren Wohnraum

 

Ob Wohnung, WG oder Studierendenwohnheim – die Wohnraumsituation in Hannover ist seit Jahren angespannt. Die Stadt wächst, die Mieten steigen und das Angebot an günstigem Wohnraum sinkt trotz steigender Nachfrage. Die Folge ist erhöhte Konkurrenz und soziale Verdrängung.

Dies trifft alle, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind: Studierende, aber auch Geringverdienende, Erwerbslose, Alleinerziehende oder Geflüchtete – jung und alt.

Alle konkurrieren um die wenigen bezahlbaren Wohnungen – wer leer ausgeht hat Pech gehabt. Und wer sich glücklich mit einer Wohnung schätzt, wird vielleicht eines Tages von Mieterhöhungen oder (Luxus-)Sanierungen überrascht – und muss sich erneut gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Wohnraum ist jedoch ein existentielles Grundbedürfnis aller Menschen und sollte für alle zu haben sein.

Wir wollen ein Zeichen setzen – Bezahlbarer Wohnraum für Alle!

Mit guter Musik, guter Laune und vielen Leuten tanzen wir durch Hannover, um auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Kommt vorbei!


 

Mehr Infos auf www.schlaflos.asta-hannover.de

17.11.17, 15 Uhr

Elchkeller

Kritik des Nationalismus
Workshop zur Einführung in Aspekte einer Nationalismuskritik

Die Nation erlebt momentan ein globales Revival. Nicht nur am rechten Rand, auch die bürgerliche Mitte und Teile der Linken sind in Deutschland nationalistisch. Dies nehmen wir zum Anlass, gemeinsam mit euch über Grundlegendes zur Nation und der Ideologie des Nationalismus
zu diskutieren und damit eine Kritik auszuformulieren.
Als ewige Gemeinschaft beschworen, haben Nationen und ihre Nationalstaaten in den letzten 200 Jahren furchtbare Kriege geführt. Die innere Einheit – einer auf gleicher Sprache, Herkunft, Kultur usw. konstruierten Gemeinschaft – geht dabei immer mit einer gleichzeitigen Abwehr nach "Außen" einher. Bestrebungen zur Homogenisierung zeigen sich beispielsweise in der Einforderung einer deutschen Leitkultur: Das nationale Zugehörigkeitsgefühl zeigt sich durch völkisch-nationalistische Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte, Abschiebungen nach Afghanistan bis hin zu Forderungen nach einer Obergrenze.

Organisiert von Kritik und Subversion Hannover

17.11.17, 18 Uhr

UJZ Korn

Vom Hinterzimmer auf die Straße
Eine Infoveranstaltung über rechte Strukturen in Hannover und Umland

Auch bei uns gibt es sie: Identitäre Bewegung, Nazi Aktionsgruppen,
Parteinazis von AfD, NPD und Hannoveranern, Bürgerprotest (ehm. Hagida)
und Rechte Hooligans.
Sie organisieren Treffen, Veranstaltungen, rechte Konzerte oder
belästigen und bedrohen ihre Mitmenschen.

Der Vortrag gibt einen Überblick über rechte Strukturen und ihre
Protagonist*innen im Raum Hannover und bietet im Anschluss die
Möglichkeit für gegenseitigen Austausch. Angesprochen werden in dem
Vortrag auch Strategien der verschiedenen rechten Akteur*innen.
Ziel ist es, Hintergrundwissen zu vermitteln mit dem aktive Strukturen
gegen Rechts, vor Ort aufgebaut bzw. gestärkt werden können.

 

 

Organisiert von Antifa Infamous [H] & Antifaschistische Gruppe Hannover AG[H]