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Pressemitteilung und Stellungnahme vom Bündnis für studentische Belange (BfsB)

Über 300 Studierende haben heute vor dem Hauptgebäude der Leibniz Universität für bessere Studienbedingungen und gegen die geplanten Änderungen der Musterprüfungsordnung demonstriert. Im Folgenden dokumentieren wir euch die Pressemitteilung und Stellungnahme des BfsB und erinnern an den Stillen Protest, morgen, 29.01.20 um 14 Uhr vor dem Senatssaal auf der Empore des Lichthofs im Hauptgebäude der Universität.


Über 300 Studierende protestieren lautstark für bessere Studienbedingungen an der Leibniz Universität Hannover

Am Dienstag, den 28. Januar 2020 versammelten sich über 300 Studierende vor dem Welfenschloss, dem Hauptgebäude der Leibniz Universität Hannover. Sie protestierten mit Trillerpfeifen und Plakaten gegen die geplanten Änderungen der Musterprüfungsordnung. Sie sehen in den vom Senat der Universität vorgeschlagenen Änderungen massive Einschränkungen und Verschlechterungen der Studienqualität.

Folgende Punkte kritisieren die Studierenden in einer Stellungnahme zu den geplanten Änderungen der Musterprüfungsordnung:

  • Noteneintragung ein Tag nach Ende des Prüfungszeitraums
  • Änderung der Rücktrittsregelung bei Prüfungsleistungen
  • Kompetenzentzug der Prüfungsausschüsse im Falle der Nachmeldung zu Prüfungen
  • Streichung der mündlichen Ergänzungsprüfung

„Mit unserer heutigen Demonstration haben wir gezeigt, dass die Studierenden mit den Änderungen und vor allem dem Vorgehen der Senator*innen, die Studierenden einfach überstimmen zu wollen, nicht einverstanden sind.” erklärt Niclas Ritter, Sprecher des Bündnisses für studentische Belange (BfsB). Das Bündnis vertritt fakultätsübergreifend die Studierenden der Leibniz Universität Hannover und besteht aus Vertreter*innen der Studiengänge, Fachräte, Fachschaftsräte, Hochschulgruppen und des AStA der LUH.
Bereits vor rund zwei Jahren hatte es Proteste der Studierenden bezüglich der Prüfungsangelegenheiten gegeben. „Es ist mir unerklärlich, warum die Hochschulleitung aus der Vergangenheit nichts gelernt hat und die Studierenden erneut aus dem Entscheidungsprozess heraushalten möchte bzw. die Einwände der Studierenden bewusst ignoriert.“ sagt Johann Janssen, ehemaliger Sprecher des Bündnisses für studentische Belange und Mitglied des Fachrats Geographie. Das Bündnis fordert zur Lösung des Konflikts die Einrichtung einer paritätisch besetzten Arbeitsgruppe. Studierende, Mitarbeiter*innen aus Technik und Verwaltung, Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Hochschullehrer*innen sollten in dieser Arbeitsgruppe ergebnisoffen über die geplanten Änderungen der Musterprüfungsordnung diskutieren und für alle Beteiligten vertretbare Lösungen erarbeiten.