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Langzeitstudiengebühren? Härtefallantrag für das Sommersemester 2020 stellen!

Die LandesAstenKonferenz (LAK) ruft Studierende dazu auf, einen Härteanfallantrag zur Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf das Studienguthaben aufgrund von Covid-19, zu stellen!

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Härtefallantrag zum direkt Ausfüllen hier herunterladen

Anträge bitte an das Immatrikulationsamt stellen

Wir unterstützen dieses Vorhaben sehr und teilen hier alle Infos der LAK:

Alle Studierende sind durch die Covid19-Pandemie, direkt oder indirekt, Unsicherheiten und Belastungen ausgesetzt, die nicht selten ein existentielles Ausmaß annehmen. Doch das Semester soll „wie normal“ weitergeführt werden. Bisher gibt es keine ausreichenden Unterstützungsmöglichkeiten, die die Lebensgrundlage der Studierenden schnell und unbürokratisch absichern kann. Auch neben finanziellen Problemen existieren einige Ängste, psychische und physische Belastungen und Nöte (Pflegeverantwortung, Kinderbetreuung uvm.), die es vielen Studierenden nicht möglich machen, vollständig an einem digitalen Semester teilzunehmen.

Hinzu kommt, dass wir alle von der derzeitigen Situation überrascht wurden und unvorbereitet in ein Online-Semester gestartet sind – oder uns im laufenden Semester umstellen mussten, ohne dass zuvor die technischen und didaktischen Voraussetzungen geschaffen wurden. So können nicht alle Studierenden ohne Einschränkungen an den angebotenen Veranstaltungen partizipieren, deren Charakter durch die vielen Änderungen und kurzfristigen Vorgaben häufig experimentell ist. Die Gründe für Verzögerungen sind dabei so individuell wie die persönliche Situation jeder*s einzelnen Student*in. Teilweise können die Konsequenzen auch noch nicht abgeschätzt werden und werden sich erst im weiteren Verlauf des Studiums zeigen.

Die Verzögerung im Studium geht mit einer Reihe weiterer Konsequenzen einher, da das Land dieses Semester mit höchstem Druck durchziehen und anrechnen möchte und ein Eingehen auf die Situation der Studierenden nur spärlich erfolgt, oder sich in guten Vorsätzen verläuft. Langzeitstudiengebühren, erhöhte Kosten für die Krankenkassen und Wegfall des Kindergeldes sind nur einige der in Aussicht stehenden Konsequenzen. Andere Bundesländer wie NRW und Berlin sind hier schon weiter und rechnen das SS2020 für Studierenden nicht auf die Regelstudienzeit an.

Als „Kompromiss“ wird die Möglichkeit einen „Härtefallantrag“ zur Verlängerung des Studienguthabens zu stellen, herangezogen. Konkrete Handlungen folgen darauf jedoch nicht, nicht einmal das genaue Verfahren wird seitens der Verantwortlichen geklärt. Wir fordern euch deshalb auf: Solltet ihr mittlerweile Langzeitstudiengebühren zahlen oder ihr werdet dazu aufgerfordert, diese ab dem nächsten Semester zu zahlen, scheut euch nicht Härtefallanträge zu stellen! Zeigt unserer Landesregierung, dass viel mehr Studierenden betroffen sind und es sich nicht um „einige Härtefälle“ handelt, wie die Landesregierung durch diese „Lösung“ versucht zu suggerieren!

Wir hoffen, dass so auch das Ausmaß der Notlage der Betroffenen für die Entscheidungsträger*innen in den Universitäten und der Politik sichtbarer wird und weitere, dringend notwendige Unterstützungsleistungen umgehend beschlossen werden.

Die LAK führt ebenfalls eine Umfrage durch, falls ihr einen Härtefallantrag stellt. Nehmt dann hier teil.

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Anträge bitte an das Immatrikulationsamt stellen.