Referat: „Fachschaften und hochschulpolitische Vernetzung“

Es folgt die Dokumentation der Bewerbung von Vince, dem Referenten für Fachschaften und hochschulpolitische Vernetzung, mit welcher er durch den StuRa gewählt wurde. Am Ende der Seite finden sich seine Kontaktdaten.

Ich bin Vince, 23 Jahre alt und studiere Politikwissenschaft und Germanistik im 8. Fachsemester des Fächerübergreifenden Bachelors. Seit nun zwei Jahren bin ich für den Fachrat Politik aktiv und konnte Erfahrung in verschiedenen Gremien sammeln. Um dieses hochschulpolitische Engagement zu vertiefen, bewerbe ich mich als Teil des Kollektivs auf das Referat „Fachschaften und hochschulpolitische Vernetzung“. Im Folgenden möchte ich diese Entscheidung begründen und Euch Projekte vorstellen, die ich gerne in der kommenden Legislatur anstoßen möchte.

Ein Studium ist nichts, was einem von anderen Menschen oder von anderen Institutionen vorgeschrieben werden darf. Es ist vielmehr ein eigenständiger Prozess des Bildens und Verwirklichens der eigenen Vorstellungen. Es kann nicht sein, dass Ministerien, Präsidien oder Kommissionen ohne Rückkopplung an diejenigen, die das Studium betrifft, Entscheidungen und Beschlüsse fassen, die uns in unseren Vorstellungen beschränken. Wir als Student_innen haben das Recht selbst zu bestimmen wie wir studieren wollen!

Genau an diesem Punkt will ich ansetzen: Es ist wichtig, dass strukturelle Aspekte der Hochschulpolitik für jede Person unabhängig ihrer Wissensbasis verständlich und transparent sind. Als Interessenvertretung der Student_innen fällt den Fach(schafts)räten der einzelnen Fachgruppen hier eine wichtige Aufgabe zu.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Vernetzung auch auf dieser Ebene essenziell für Anliegen und fachgruppenübergreifende Projekte sind und möchte dementsprechend die von meiner Vorgängerin einberufenen Fachschaftskonferenzen beibehalten und ausbauen.

Ebenso sollen die studentischen Vertreter_innen im Senat, der Fakultätsräte und anderer Gremien besser in diese eingebunden werden um eine transparente Rückkopplung zu gewährleisten. Desweiteren will ich die vorhandenen AStA-Strukturen und -Bestrebungen festigen und somit erreichen, dass sich auch die studentischen Vertreter_innen in akademischen Gremien untereinander vernetzen können, um so auch fakultätsübergreifend produktiv interagieren und Dinge verändern zu können. Dafür ist es notwendig, ein Netzwerk zu schaffen, dass unabhängig von Wissenshierarchien funktioniert und aufgrund seiner Aktualität auch effizient angewendet werden kann.

Um gerade neue Student_innen für die Hochschulpolitik zu begeistern und somit dem Auftrag zur Politischen Bildung nachzukommen, halte ich es für essentiell, dass Veranstaltungen und Reader in Kooperation mit verschiedenen Fach(schafts)räten oder auch nur mit Unterstützung durch den AStA organisiert werden. Hierbei soll sich das Ganze auf Grund der geschaffenen und verfestigten Kommunikationsstrukturen und Vernetzungsmöglichkeiten untereinander zu einem eigenständigen Prozess entwickeln, welcher nicht auf bestimmte Personen oder Zeiträume begrenzt ist.

Ebenso ist eine stärkere und unabhängige Vernetzung des Mittelbaus, der Verwaltung und der studentische Hilfskräfte eine Möglichkeit, Universität so zu gestalten, wie sie sich die Betroffenen
vorstellen. Die Aktualisierung, Verbesserung und Neustrukturierung des Wikis und die damit verbundenen Basics zur Kampagne „How-to-HoPo“ möchte ich als ganzheitliches Projekt mit anderen Referaten, vor allem mit dem für „Kommunikation und Öffentlichkeit“, angehen.

Ein weiteres Anliegen ist die Schaffung, Optimierung und Beibehaltung der studentischen Frei- und Arbeitsräume. Gerade aus persönlicher Erfahrung als Fachratsmitglied weiß ich, dass adäquate Arbeits- und Lernräume für Student_innen oftmals nicht gewährleistet sind und der Wunsch nach eben jenen, von Universitätsseite oftmals keine Berücksichtigung findet. Hier kann ich mir Vorstellen
zusammen mit dem Kollektiv, insbesondere mit dem Referat für „Studium und Kultur“, Missstände aufzuzeigen und Interessen von Student_innen zu artikulieren.

Ich möchte die von meiner Vorgängerin in diesem Bereich eingeführte Sprechstunde in den Räumlichkeiten des AStAs beibehalten, um spontan auftretende Schwierigkeiten unmittelbar zu besprechen. Da ich diese Projekte bestmöglich mit anderen Menschen realisieren kann, verstehe ich meine Kandidatur als Teil dieses Kollektivs. Ich bin der Überzeugung, dass Bündnisse und somit die Bündelung von Interessen eine größere Erfolgschance haben, als die Problembewältigung als Einzelpersonen.

Kontakt:
Telefon: 0511 762 5063
oder per Mail unter:
fachschaften@asta-hannover.de