Was hat die Rüstungsforschung in Hannover mit dem Krieg in Mali zu tun?

Christoph Marischka (Politikwissenschaftler, Mitglied im Vorstand der Informationsstelle Militarisierung)

Über mehrere Jahre war die Universität Hannover jene zivile Hochschule, welche die meisten Drittmittel aus dem Verteidigungsministerium erhielt. Geforscht wurde im Auftrag des Militärs vor allem zur Fernerkundung, Bildauswertung, Objekt- und Personenerkennung. Ziel ist es, große Gebiete möglichst flexibel und detailliert aufzuklären und abzubilden, um auf dieser Grundlage militärische Aktivitäten zu planen. Solche „Aufklärung“ steht auch im Mittelpunkt des Bundeswehreinsatzes in Mali. Zum Einsatz kommen hier Drohnen, Spürpanzer und Bodenradare, die daraus gewonnenen Lagebilder werden den anderen beteiligten Streitkräften zur Verfügung gestellt oder dienen als Basis für eigene Einsätze, etwa durch Kampfhubschrauber vom Typ „Tiger“. Im Vortrag soll ein Überblick über die wehrtechnische Forschung in Hannover und ihre militärische Funktion gegeben werden, um anschließend am Beispiel Mali ihre Anwendung in der Praxis darzustellen.

Montag, 30.Oktober, 19Uhr Elchkeller (Schneiderberg 50)

VA 30.10.

Innere Sicherheit als Rüstungsmarkt?

– Militarisierung der Polizei zwischen Antiterrorisums und Protest Policing

Klassisch wird sich in der Auseinandersetzung um Zivilklauseln mit militärischen Anwendungen von universitärer Forschung beschäftigt. Wie verhält es sich aber, wenn sich auch die Polizei im Inland zunehmend militärischer Ausrüstung und Waffen bedient?

Für diese Auseinandersetzung werden die Entwicklungen der Polizei seit den Anschlägen 2015 in Paris und die Auswirkungen dieser Aufrüstung auf die Polizeieinsätze zum G20-Gipfel in Hamburg zusammengefasst und eingeordnet, um dann in eine gemeinsame Diskussion zu kommen.

Dienstag, 21.November, 19 Uhr Elchkeller (Schneiderberg 50)a5_flyer_zivilklausel_preview

Einführung in die Hochschulpolitik

Du bist neu in der Hochschulpolitik und fragst dich was dort so gemacht wird? Was genau ist eigentlich der StuRa oder der AStA, was macht das Präsidium, was der Senat? Was zur Hölle ist eigentlich der Unterschied zwischen Fachschaftsrat und Fachrat?
Hochschulpolitisches Engagement ist entscheidend, damit studentische Interessen durchgesetzt werden können. Ebenso entscheidend ist es zu wissen an welche Stelle man sich wenden muss, um die richtige Ansprechperson zu erreichen.
Wenn du Lust hast, dann komm doch vorbei und lass dir von Bastian Strüber, derzeit studentischer Senator, offene Fragen in lockerer Atmosphäre beantworten.
Donnerstag, der 19. Oktober 17 Uhr
Schneiderberg 50 (3109) – Raum 106

Zur Facebook-Veranstaltung.

Mehr Infos rund um die Hochschulpolitik gibt es hier.