Ausländer_innen

Mein Name ist Petjon und ich studiere Elektro- und Informationstechnik mit Schwerpunkt Mikroelektronik. Ich bin 25 Jahre alt und komme aus Albanien. Ich war von November 2012 bis März 2014 Mitglied des AusländerInnenausschusses und BAS-Delegierter. In der letzten Legislaturperiode war ich Referent für Ausländer_innen im AStA.

Vernetzungsarbeit in Kooperation mit der Ausländer_innenkommission ist eins der laufenden Projekte, die ich weiterführen möchte. Es gibt zahlreiche ausländische Vereine in Niedersachsen, in denen sich viele Studierende engagieren. Diese Vereine sind meistens isoliert und können daher nur kleine Veranstaltungen organisieren. Wir wollen ein Gremium entwickeln, das die Zusammenarbeit dieser Vereine ermöglicht und ihre Mitbestimmung auf Landesebene verstärkt.

Der Anteil an Bildungsausländer_innen beträgt etwa 10% der gesamten Studierendenschaft an der Leibniz Universität Hannover, jedoch ist ihre Teilnahme an der Hochschulpolitik viel geringer. Dazu gehören auch Studierende der auf Englisch angebotenen Masterstudiengänge, die in der Regel kein Deutsch können. In den letzten zwei AusländerInnenausschuss-Legislaturperioden stellten diese Studierenden die Mehrheit. Das zeigt ein großes Interesse an der Hochschulpolitik, die wegen der Sprache erschwert wird. Wir möchten diese Sprachbarriere überwinden, um damit ihre Beteiligung an weiteren Gremien zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit der Referentin für Presse und Öffentlichkeit werde ich mich um die weitere Übersetzung hochschulpolitisch relevanter Texte auf Englisch kümmern.

Ausländische Studierende geraten sehr oft in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Sie sind davon besonders betroffen, denn sie bekommen meistens keine Unterstützung von staatlichen Institutionen (z.B. BAföG). Viele müssen den ganzen Lebensunterhalt durch Arbeit sichern. BAföG-Berechtigung für ausländische Studierende zu erreichen, ist ein langfristiges Ziel, das Zusammenarbeit auf Bundesebene benötigt. Ich werde im Bundesverband der ausländischen Studierenden und in der LandesAstenKonferenz Niedersachsen aktiv bleiben und mich besonders für dieses Lösungskonzept einsetzen. Wir haben außerdem das Ziel, eine landesweite Konferenz für Hochschulvertreter_innen internationaler Studierender zu etablieren.

Die meisten ausländischen Studierenden aus Nicht-EU-Ländern besuchen für ein Jahr das Niedersächsische Studienkolleg, um ihren Schulabschluss dem deutschen Abitur anzugleichen und die Sprache zu verbessern. Diese Studierenden brauchen Unterstützung und Orientierung, weil sie oft allein sind und Sprachprobleme haben. Folgende Veranstaltungen im Studienkolleg sind geplant: Teilnahme an der Orientierungsphase; Erklärung der „HoPo-Basics“; Einführung zu Einrichtungen der Universität wie Fachsprachenzentrum, ptb, usw.; Unterstützen der Studierenden der technischen Studienfächer bei der Suche eines Vorpraktikums.

Ausländische Studierende sind von Rassismus betroffen und werden wegen der Herkunft, der Religion oder der Kultur diskriminiert. Ich werde für die Weiterführung des „Disko-Projekts“ mit der SB-Stelle Antirassismus zusammenarbeiten. Das Projekt hat bis jetzt gezeigt, dass für ausländische Studierende der Einlass an vielen Diskotheken in Hannover schwer bis unmöglich ist. Es wird bald eine wissenschaftliche Studie geben, deren Ergebnisse wir bei unserer Arbeit berücksichtigen werden. Wir werden weiterhin versuchen, verschiedene politische Akteure zu beeinflussen, damit es zu einer Lösung kommt. Ein weiteres Ziel ist das Bewusstsein über den in der Gesellschaft noch vorhandenen Rassismus zu erhöhen. In diesem Rahmen werden wir dieses Jahr das festival contre le racisme fortsetzen.

Da sich meine Aufgaben und die des Ausländer_innensprechers an mehreren Stellen überschneiden, werden wir uns ständig austauschen und uns mit den individuellen Problemen von Studierenden gemeinsam befassen. Ich werde eine wöchentliche Sprechstunde anbieten und versuchen, für Studierende immer erreichbar zu sein.

Sprechstunde: Mo, 16-18 Uhr

Kontakt: auslaenderinnen@asta-hannover.de