Fachschaften und Hochschulpolitik Innen

Ich bin Lisa, 24 Jahre alt und studiere Geschichte im 6. Fachmaster Semester sowie Deutsch und Geschichte im 6. Semester des Master of Education. Von September 2010 bis Oktober 2013 war ich darüber hinaus im Studierendenrat Geschichte engagiert und in der letzten Legislatur war ich Referentin für Fachschaften und Hochschulpolitik Innen im AStA.

Während meiner Arbeit im Studierendenrat lernte ich anhand vieler Geschehen, dass Studierende, auch wenn sie die größte Statusgruppe der Universität sind, oft nicht gehört werden und in Kompromisse gedrängt werden, die sie eigentlich nicht wollen. Mein größtes Anliegen ist demnach, die Stimmen der Studierenden zu stärken. In meinem letzten Jahr im AStA versuchte ich, den Studierenden genau dabei zu helfen.

Um dies weiter tun zu können, möchte ich die Vernetzung der verschiedenen Fachschaften und Fachräte uniweit aber auch innerhalb der verschiedenen Fakultäten unterstützen. Auch wäre eine stärkere Vernetzung zwischen Studierenden und dem Mittelbau denkbar und in vielen Punkten auch sinnvoll. Für letzteres wäre auch eine Zusammenarbeit mit dem Personalrat vorstellbar.

Hierzu möchte ich die vorhandenen und etablierten Strukturen des AStA nutzen, ausbauen und erweitern. Neben einer wöchentlichen Sprechstunde habe ich demnach vor, die Fachschaftenkonferenz beizubehalten. Zudem sollen die studentischen Vertreter_innen im Senat und in den Studienkommissionen stärker in die Fachschaftenkonferenzen eingebunden werden um die Informationsflüsse zu vereinfachen. Diejenigen Fachräte, die in der Vergangenheit noch nicht an den Fachschaftenkonferenzen teilgenommen haben, möchte ich soweit der Wunsch besteht, bei ihren Sitzungen besuchen.

Die Philosophische Fakultät möchte ich dabei besonders beachten, da es sich hierbei um die größte Fakultät an unserer Universität mit den meisten Fachräten handelt und sich durch die Lehramtsstudiengänge, sowie durch den Fächerübergreifenden Bachelor viele fachliche und auch inhaltliche Überschneidungen ergeben, so dass die einzelnen Fachräte – gerade auch im Umgang mit Konflikten mit dem Dekanat – nur voneinander profitieren können. Eine Stärkung des FSR wäre hier denkbar, aber auch eine neue Konferenz für die Fachschaften und hochschulpolitischen Gruppen der Fakultät.

Damit sich in Zukunft mehr Studierende vermehrt in den Fachschaften mitarbeiten, möchte ich das Projekt „HoPo-Basics“ fortsetzen, dessen Beschreibung ihr im Arbeitsprogramm im Abschnitt „Universität als Lebensraum“ findet. Ein sehr wichtiger Punkt hierbei ist die Transparenz. So möchte ich bei der Aktualisierung des Wiki intensiv mitarbeiten. In regelmäßigen Abständen werde ich weiterhin einen HoPo-Newsletter für die Fachschaften erstellen und per Mail versenden. Dieser Newsletter soll dazu dienen, hochschulpolitisch relevante Themen zeitnah möglichst breit bekannt zu machen. Er stellt für mich eine unabdingbare Bedingung auf dem Weg zu einer transparenten Arbeit dar. Hierzu möchte ich nicht nur selbst Inhalte verfassen, sondern würde mich auch über Berichte anderer Personen und Gruppen freuen. Hier gibt es, neben dem „eigenen“ Newsletter und den Wiki für mich weitere große Anknüpfungspunkte mit dem Referat für sowie Presse und Öffentlichkeit.

Da ich auch aus eigener Erfahrung weiß, dass es oft Organisationsschwierigkeiten in den Fachschaften und Fachräten gibt, möchte ich meine bisherige Arbeit weiterführen und eine Art Reader erstellen, der eine Übersicht beinhaltet, mit welchen Mitteln die einzelnen Fachschaften ihre Arbeit koordinieren. Mit der Erstellung einer solchen Übersicht möchte ich Anregungen für die Organisation der Fachschaftsarbeit geben und dabei Möglichkeiten aufzeigen, die sich von allen Studierenden leicht umsetzen lassen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass im Rahmen von „HoPo-Basics“ regelmäßig Workshops zum Thema Organisation der Fachschaftsarbeit stattfindet. In weiteren Workshops könnte ich mir vorstellen, Themen wie „Universität als Lebensraum“ oder die Struktur der universitären Verwaltung aufzugreifen.  Die von mir angefangene Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Schlüsselkompetenzen soll in diesem Bereich weitergeführt werden. Ich erhoffe mir davon, dass die Fachschaften Wissen über die effiziente Vorbereitung und Durchführung ihrer Sitzungen bekommen, die sie langfristig anwenden können.

Fern ab der normalen Gremienarbeit möchte ich ein uniweites Bündnis schaffen um studentische Freiräume zu erhalten und zu erweitern. Mit beispielsweise dem Elchkeller und dem HistorikA-Café haben wir wichtige Bestandteile der Universität als Lebensraum in unserer Hand. Dennoch treten hier des Öfteren Probleme mit dem Hausrecht auf. Weiterhin haben andere Fachschaften oder Fachräte gar keine Räume oder aber sie sind vom tatsächlichen Lehrort viel zu weit entfernt. Ich bin der Überzeugung, dass ein Bündnis und das gemeinsame Arbeiten an und mit diesen Problemen zu vielen kreativen Lösungen führen wird und möchte ein solches initiieren.

Sprechstunde nach Vereinbarung.

Kontakt: fachschaften@asta-hannover.de