AStA ruft zu Nachttanzdemonstration „Wohnraum für alle!“ auf

Die Wohnraumsituation in Hannover ist seit Jahren angespannt. Gerade in den für Studierende relevanten Stadtteilen in Nähe der Uni wird es zunehmend schwerer, noch bezahlbaren Wohnraum zu finden. Der AStA versucht daher seit einigen Jahren zu Beginn des Wintersemesters mit einer Nachttanzdemonstration den Fokus der Öffentlichkeit auf die Wohnraumsituation zu lenken.

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Ankunft von Refugees in Hannover – AStA Uni Hannover und fzs: „Solidarität zeigen – individuell und strukturell!“

Heute werden ca. 450 Geflüchtete mit Sonderzügen in Hannover-Lehrte erwartet. Von dort sollen sie weiter verteilt werden. Der AStA der der Leibniz-Universität Hannover und der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs) rufen dazu auf, die Geflüchteten in Niedersachsen zu begrüßen.

Allerdings warnen die Studierendenvertreter*innen davor, die geplante erneute Verschärfung des schon jetzt rassistischen Asylrechts während der herzlichen aber individuellen Hilfe von Geflüchteten zu übersehen:

„Zumindest in den letzten Tagen und Wochen zeigt Europa ein menschliches Gesicht. Es ist schön zu sehen, dass die Menschen so tatkräftig ihre Solidarität zeigen. Derzeit unterstützen Freiwillige die Geflüchteten dort, wo Staat und Politik versagen. Sie unterrichten, bringen und sortieren Spenden, helfen bei kompliziertem Papierkram und schützen vor dem rechten Mob. Doch während der groß gefeierten „Willkommenskultur“ möchte die Bundesregierung das Asylrecht in Deutschland weiter verschärfen. Darüber dürfen wir uns nicht hinwegtäuschen lassen“ so Bodo Steffen, Referent für Kommunikation und Öffentlichkeit im AStA der Uni Hannover.

Marie Dücker, Vorstandsmitglied im fzs, ergänzt: „Das Asylrecht ist durch die Einführung des Asylbewerberleistungsgesetz stark eingeschränkt worden. Dadurch wurde aus einem Menschenrecht ein Privileg. Nun soll die Wiedereinführung von Sachleistungen, statt finanziellen Ausgleichen (und der Residenzpflicht), eine verlängerte Zeit in den Erstaufnahmelagern und Studier- und Arbeitsverbote Geflüchtete abschrecken, nach Deutschland zu kommen. Diese Pläne sind rassistisch und menschenunwürdig. Statt auf Abschreckung und Abschottung zu bauen, müssen Menschenrechte wieder in den Fokus rücken.“

„Was tausende Menschen auf die Beine stellen, ist wunderbar. Allerdings instrumentalisiert die deutsche Regierung diese Freiwilligen, um sich selbst zu feiern. Doch solange Flüchtlingsunterkünfte brennen, Grenzen geschlossen werden und ein noch rassistischeres Asylgesetz in der Planung ist, gibt es absolut keinen Grund zu feiern!“ schließen Vertreter*innen des AStA Hannover und des fzs.

AStA der LUH unterstützt Geflüchtete

Im Rahmen eines landesweiten Projektes soll nun auch in Niedersachsen Geflüchteten der Zugang zu Hochschulen erleichtert werden. Der AStA wird im Rahmen der eigenen Initiative „Open University“ die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellen, um den Start der Geflüchteten an der Universität zu begleiten.

„Mit dem landesweiten Projekt, Geflüchteten ein Studium zu ermöglichen, wird Menschen, denen in aller Regel die Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben in Deutschland verweigert oder zumindest massiv erschwert wird, endlich eine Tür geöffnet. Dies ist ein wichtiger erster Schritt.“, so die Sachbearbeiter für Anti-Rassismus im aktuellen AStA. Und weiter: „Gerade in Zeiten, in denen täglich neue Meldungen über Anschläge auf Unterkünfte, An- und Übergriffe auf Geflüchtete in den Medien erscheinen ist es enorm wichtig, auf die Menschen zu zu gehen und ein Zeichen praktischer Solidarität zu setzen.“

In einem ersten Schritt sollen Geflüchtete sich als Gasthörende an der Leibniz Universität Hannover (LUH) einschreiben dürfen. Von den dabei normalerweise anfallenden Gebühren  werden sie befreit. Wer sich im Rahmen dessen für die Aufnahme eines regulären Studiums entscheidet, der*dem* soll auch das zukünftig ermöglicht werden. Das Studium als Gasthörende*r steht grundsätzlich allen Menschen offen – unabhängig von Sprachkenntnissen, Qualifikationen oder anderen Beschränkungen.

Für Geflüchtete mit nicht-deutscher oder EU-Hochschulzugangsberechtigung bzw. bereits erbrachten Studienleistungen in anderen Ländern wird es die Möglichkeit geben, das Studium hier vor Ort wieder aufzunehmen. „In vielen Fällen haben geflüchtete Menschen nicht die Möglichkeit, die notwendigen  Dokumente vorzulegen, um ein reguläres Studium in Deutschland zu beginnen, fortzusetzen oder abzuschließen. Auch dafür ist eine Lösung in Planung: Es wird die Möglichkeit geben, eine schriftliche Prüfung im Studienkolleg in der jeweiligen Muttersprache zu absolvieren.“ erklärt Katrin Kogel, studentische Senatorin der Universität.

Für die Prüfung wird eine Gebühr in Höhe von 30,- Euro fällig. Je nach Ausgang des Tests, wird es den  Studieninteressierten möglich sein, sich regulär an der LUH zu immatrikulieren ggf. auch in einem höheren Semester. Bereits in der Vergangenheit erbrachte Leistungen können  angerechnet werden.

In Zusammenarbeit mit verschiedensten Strukturen und Einzelpersonen wird der AStA der LUH versuchen, den Geflüchteten ihren Einstieg an der Universität so einfach und angenehm wie möglich zu gestalten. Sie sollen zunächst über ihre Möglichkeiten informiert werden, Interessierte sollen anschließend bei Ihrem Einstieg in das Studium und später im Uni-Alltag begleitet und in das reguläre Erstsemesterprogramm eingebunden werden.

„Wir suchen nach engagierten Studierenden, die als „Study-Buddy“ die Geflüchteten in ihrem universitären Alltag und in ihrer Freizeit begleiten möchten. Außerdem soll es im kommenden Wintersemester selbstorganisierte Deutschkurse geben. Auch Studis, die ein WG-Zimmer anzubieten haben, können sich bei uns melden.“, sagt Bodo Steffen, Referent für Kommunikation und Öffentlichkeit im AStA.

 Nähere Informationen und Möglichkeiten zum Kontakt bietet der AStA auf http://open-university.asta-hannover.de/ dem Blog zur Initiative „Open University“.

5.000 Besucher*innen beim Open-Air gegen Rassismus im Welfengarten

Etwa 5.000 Besucher*innen kamen am Freitag den 12. Juni zum jährlichen festival contre le racisme (fclr) im Welfengarten. Überraschend hat sich die Zahl der Teilnehmenden im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Das hannoversche Open-Air ist damit das größte seiner Art in der gesamten Bundesrepublik. Weiterlesen

Auftakt des festival contre le racisme in Hannover

Am heutigen Freitag, den 12. Juni, fällt mit dem kostenlosen Open-Air Konzert im Welfengarten ab 15 Uhr der Startschuss für das festival contre le racisme, eine  antirassistische Veranstaltungsreihe, seit 2008 jährlich organisiert durch den Allgemeinen Studierendenausschuss der Leibniz Universität. Als Headliner auf der Bühne hinter der Hauptuni mit dabei: die Jungs der Hip Hop Formation „Antilopengang“. Bei bestem Wetter werden im Welfengarten bis zu 3.000 Besucher*innen erwartet.

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„Lernfabriken … meutern!“ | Bildungsdemonstration am 20. Mai 2015 in Hannover

Es rumort an der Basis – Bildungsproteste sind wieder auf der Tagesordnung. In Hannover findet daher am 20. Mai 2015 eine zentrale Auftakt-Demonstration statt. Weitere Aktionen sind darüber hinaus bundesweit geplant. Weiterlesen

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festival contre le racisme auch 2015 wieder in Hannover

Das festival contre le racisme (fclr) findet 2015 bereits zum achten Mal in Hannover statt. Entlehnt ist die Kampagne vom französischen Dachverband der Studierenden (UNEF), der das fclr bereits seit über einem Jahrzehnt in Frankreich veranstaltet. Weiterlesen

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