Selbstverständnis und unsere Arbeit
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) ist das ausführende Organ der Verfassten Studierendenschaft. Wir verstehen den AStA als studentisches politisches Organ, das die Interessen der Studierenden innerhalb und außerhalb der Hochschule vertritt.
Wir verstehen uns als antifaschistisch, antirassistisch, queer-feministisch und internationalistisch. Im Generellen stehen wir gegen Spaltung und jegliche Form der Diskriminierung ein. Wir setzen uns für ein solidarisches Miteinander und eine Uni ein, die sich nach den Bedürfnissen aller Studierenden richtet.
Wir sehen viele Probleme an der Uni. Studieren wird immer mehr zum Luxus. Miete und alles, was wir zum Leben brauchen, wird teurer, und deshalb leben aktuell über 80 Prozent, der Studis in Armut. Auch der Semesterbeitrag wird für viele zur Belastung: Er ist innerhalb von drei Semestern um mehr als 50 Euro gestiegen, und trotz Versprechen, Studis zu entlasten, zahlen wir immer noch Verwaltungskosten. Wir sind aktuell die zweitteuerste Uni in Deutschland.
BAföG bekommen die wenigsten, und es reicht nicht zum Leben. Und studentische Freiräume werden eingeschränkt: Die aktuelle Gesetzesänderung zur politischen Exmatrikulation schränkt Engagement an der Uni weiter ein. Deshalb setzen wir uns für eine gute Ausfinanzierung unserer Universität und gegen den Sozialabbau ein, sowie gegen die Erosion der studentisch selbstverwalteten Räume.
Mit Sorge blicken wir auf die AfD, die immer mehr Macht gewinnt und den Rechtsruck innerhalb der regierenden Parteien und der Gesellschaft. Rechtsextreme Strukturen gewinnen europaweit an Stärke, auch hier in Hannover. Die Burschenschaft Ghibellinia-Leipzig fungiert als Vernetzuungsort der Neuen Rechten und AfD Jugend in Hannover, linke Räume sowie Migrant*innen und Minderheiten werden angegriffen. Wenn du aus dem Ausland kommst oder einen Migrationshintergrund hast, bist du hier nicht allein.
Wir organisieren organisieren politische Veranstaltungsreihen, das Festival contre le racisme und setzen uns in der Hochschulpolitik und darüber hinaus für die Anliegen der Studis ein. Gemeinsam mit anderen Gruppen und Initiativen setzen wir uns für eine demokratischere und lebenswerte Uni und Gesellschaft ein.
Und wir unterstützen dich direkt. Wenn du als Studierender in einer finanziellen Notlage bist, kannst du zinslose Darlehen, eine Erstattung der Semestertickets oder kostenlose Mensa-Gutscheine beantragen. Außerdem bieten wir eine Reihe von Beratungsangeboten an, darunter BAföG- und Sozialberatung, Hochschul- und Studienberatung sowie spezielle Beratung für internationale Studierende. Wir verfügen über ein Antidiskriminierungsteam, an das du dich wenden kannst, wenn du innerhalb oder außerhalb der Universität Diskriminierung jeglicher Art erlebst.
So wie die Welt und die Uni ist muss es nicht bleiben. Uni lebt davon, dass wir uns als Studis für unsere Interessen einsetzen und die Uni und unser Studium selber gestalten. Also engagiert euch in politischen Gruppen, Initiativen oder in euren Fachschaften! Lasst uns diese Uni und Gesellschaft gemeinsam lebenswerter machen.